Koreanischer roter Ginseng – 6 Jahre gereifte Wurzel aus Südkorea
Kurz erklärt: Koreanischer Ginseng (Panax Ginseng C. A. Meyer) ist eine seit über 2.000 Jahren genutzte Heilwurzel aus Südkorea. Drei Dinge entscheiden über die Qualität und das Wirkprofil: das Alter der Wurzel (optimal 6 Jahre), die koreanische Herkunft und die Verarbeitung (weiß, rot, schwarz, fermentiert), die das Verhältnis der über 30 Ginsenoside verschiebt. Diese Wirkstoffe werden vor allem mit Energie, geistiger Leistung, Immunfunktion und Stressanpassung in Verbindung gebracht – die Studienlage ist je nach Anwendung unterschiedlich stark. Dieser Ratgeber erklärt Arten, Formen, Wirkstoffe, Forschungsstand, Einnahme, Sicherheit und Qualität – sachlich, mit Quellen belegt und ohne Hype.

Von Rónai Balázs, Gründer von Koreai Ginseng Kft. / K-HERB · mit wissenschaftlichen Quellen

Was ist koreanischer Ginseng?

Koreanischer Ginseng (botanisch Panax Ginseng C. A. Meyer) ist eine langsam wachsende Wurzelpflanze aus der Familie der Araliengewächse. Sie wächst vor allem auf der koreanischen Halbinsel, wo Klima und Boden als ideal gelten. Der Gattungsname „Panax" geht auf das griechische panakeia („Allheilmittel") zurück – ein Hinweis darauf, welche Bedeutung die Wurzel in der ostasiatischen Heiltradition seit über zwei Jahrtausenden hat [1]. Auffällig ist ihre oft menschenähnliche Form; im Koreanischen heißt sie insam, „Menschenwurzel".

Wichtig zur Abgrenzung: Panax Ginseng ist nicht dasselbe wie der amerikanische Ginseng (Panax quinquefolius, traditionell als eher „kühlend" eingestuft), der „sibirische Ginseng" (Taigawurzel, Eleutherococcus – botanisch gar kein echter Ginseng) oder Ginkgo biloba. Wenn von „koreanischem Ginseng" die Rede ist, ist fast immer Panax Ginseng aus Südkorea gemeint – die am besten untersuchte und traditionell am höchsten geschätzte Variante [1][9].

Als Familienunternehmen haben wir uns auf genau diese Wurzel spezialisiert: koreanischer Ginseng in seiner ganzen Bandbreite – von rot über schwarz bis fermentiert, als Extrakt, Kapsel, Stick oder Tee. Roter Ginseng ist dabei nur eine von mehreren Formen, nicht „der eine" Ginseng.

Warum gerade die koreanische Variante? Koreanischer Panax Ginseng gilt als besonders ginsenosidreich – er enthält über 30 verschiedene dieser Wirkstoffe und damit deutlich mehr als die meisten anderen Ginseng-Arten [2]. Zum Einordnen:

Art Herkunft Ginsenosid-Vielfalt
Koreanischer Ginseng (Panax ginseng) Korea sehr hoch (über 30)
Amerikanischer Ginseng (P. quinquefolius) Nordamerika mittel
Notoginseng / Sanqi (P. notoginseng) China mittel, anderes Profil
„Sibirischer Ginseng" (Eleutherococcus) Sibirien kein echter Ginseng (andere Pflanze)

In Korea hat die Wurzel eine über 2.000-jährige Geschichte: Sie galt am Hof als kostbares Stärkungsmittel und wurde sogar als Tribut gehandelt. Bis heute ist Ginseng dort fester Bestandteil des Alltags – und genau diese Tradition, gepaart mit moderner Qualitätskontrolle, bringen wir nach Europa.

Ginseng als Adaptogen – was bedeutet das?

Ginseng zählt zu den klassischen Adaptogenen. Der Begriff stammt aus der Pflanzenforschung und beschreibt Substanzen, die dem Körper helfen sollen, sich an unterschiedliche Belastungen anzupassen. Ein Adaptogen erfüllt klassischerweise drei Kriterien:

  • Unspezifisch: Es soll die allgemeine Widerstandsfähigkeit gegenüber körperlichem, chemischem und seelischem Stress erhöhen.
  • Ausgleichend: Es soll regulierend wirken – anregen, wenn Energie fehlt, und beruhigen, wo zu viel Anspannung herrscht.
  • Schonend: Es soll den Körper möglichst wenig aus dem Gleichgewicht bringen.

Diese Einordnung beschreibt vor allem die traditionelle Anwendung und ein plausibles Wirkkonzept; die klinische Forschung dazu ist noch nicht abgeschlossen [VORLÄUFIG] [1][8]. Genau deshalb ordnen wir die einzelnen Wirkungen weiter unten ehrlich nach Beweislage ein.

Der Begriff „Adaptogen" stammt übrigens aus der pflanzenpharmakologischen Forschung des 20. Jahrhunderts: Wissenschaftler suchten nach natürlichen Stoffen, die die unspezifische Widerstandskraft des Körpers erhöhen, ohne ihn zu überreizen. Ginseng wurde dabei zu einem der am intensivsten untersuchten Beispiele – bis heute ist er das „Aushängeschild" der Adaptogene und Maßstab, an dem andere Pflanzen gemessen werden.

Die Arten: weiß, rot, schwarz, fermentiert

Alle Sorten stammen von derselben Pflanze. Der Unterschied entsteht ausschließlich durch die Verarbeitung – konkret dadurch, wie oft die Wurzel gedämpft und getrocknet wird. Mit jedem Schritt verändert sich das Ginsenosid-Profil [2][9]. Als Spezialist führen wir bewusst die gesamte Bandbreite, denn jede Art hat ihren Sinn.

Roter, schwarzer und Gold-Ginseng-Extrakt im Vergleich
Roter, schwarzer und Gold-Ginseng – der Unterschied entsteht durch die Verarbeitung.
Art Verarbeitung Charakter Geeignet für
Weißer Ginseng geschält, schonend getrocknet mild, ursprünglich Einsteiger
Roter Ginseng einmal gedämpft und getrocknet kräftig, der Klassiker Allrounder
Schwarzer Ginseng mehrfach (bis 9-mal) gedämpft intensiv, hoher Rg3-Anteil Kenner
Fermentiert / enzymatisch zusätzlich mikrobiell bzw. enzymatisch veredelt auf bessere Aufnahme ausgerichtet gezielte Kuren

Beim mehrfachen Dämpfen – traditionell „Goo Jeung Goo Po" genannt – verschiebt sich das Profil hin zu Ginsenosiden wie Rg3, und die Farbe wird schrittweise dunkler bis schwarz [9]. Bei fermentiertem Ginseng wandeln Mikroorganismen oder Enzyme einen Teil der Ginsenoside in kleinere, leichter aufnehmbare Formen um (etwa Compound K) – das Ziel ist eine höhere Bioverfügbarkeit. Welche Art zu Ihnen passt, zeigt unser Vergleich rot, schwarz oder gold.

Die 5 Generationen des koreanischen Ginsengs

Eine hilfreiche Art, die Verarbeitung zu verstehen, ist das Bild der fünf Generationen – von der einfachen getrockneten Wurzel bis zum modernen, enzymatisch veredelten Extrakt. Mit jeder Stufe steigt tendenziell der Gehalt bestimmter, gut verfügbarer Ginsenoside [2][9]:

Generation Form Besonderheit
1. Getrockneter (weißer) Ginseng Grundform, mild
2. Roter Ginseng gedämpft – stabileres, kräftigeres Profil
3. Schwarzer Ginseng mehrfach gedämpft – mehr Rg3
4. Fermentierter roter Ginseng mikrobielle Veredelung – bessere Aufnahme
5. Enzymatisch fermentierter Ginseng moderne Enzymtechnologie – hohe Bioverfügbarkeit

Wichtig: „höhere Generation" bedeutet nicht automatisch „besser für jeden". Es bedeutet vor allem eine andere Wirkstoff-Zusammensetzung und Aufnahme. Roter Ginseng bleibt der bewährte Klassiker; schwarze und fermentierte Varianten sind für alle interessant, die ein intensiveres oder besser verfügbares Profil suchen.

Ginsenoside – die Wirkstoffe

Die charakteristischen Wirkstoffe des Ginsengs sind die Ginsenoside (auch Panaxoside) – eine Gruppe von über 30 saponinartigen Verbindungen, die als Hauptträger der Ginseng-Eigenschaften gelten [2][3]. Man teilt sie grob in zwei Gruppen ein: den Protopanaxadiol-Typ (z. B. Rb1, Rb2, Rc, Rd) und den Protopanaxatriol-Typ (z. B. Rg1, Re, Rf). Beim Dämpfen und Fermentieren entstehen daraus seltenere Formen wie Rg3, Rk1 oder Compound K.

Ginsenoside – Wirkstoffe der koreanischen Ginsengwurzel
Die Ginsenoside stecken in der Wurzel – Reifezeit und Verarbeitung bestimmen ihr Profil.
Ginsenosid Forschungsfeld (keine Heilversprechen)
Rb1 Nervensystem, Beruhigung, Stoffwechsel
Rg1 Anregung, geistige Leistung, Durchblutung
Rg3 Gefäße / Stickstoffmonoxid; intensiv erforscht (v. a. in schwarzem Ginseng) [10]
Compound K Abbauprodukt aus Fermentation; gilt als besonders gut aufnehmbar

Mechanistisch werden Ginsenoside u. a. mit entzündungsmodulierenden und antioxidativen Signalwegen in Verbindung gebracht [3]. Ein praktischer Punkt: Ginsenoside werden teils erst durch unsere Darmbakterien in die aktive Form umgewandelt – das erklärt, warum nicht jeder Mensch Ginseng gleich stark spürt. Genau deshalb ist Standardisierung wichtig: Hochwertige Extrakte werden auf einen festen Ginsenosid-Gehalt eingestellt (der bekannte Studienextrakt G115 etwa auf rund 4 % Ginsenoside), damit jede Portion zuverlässig die gleiche Menge Wirkstoff liefert. Ein Produkt ohne Angabe zum Ginsenosid-Gehalt ist deshalb immer ein Fragezeichen. Eine ausführliche Übersicht bietet unsere Seite welches Ginsenosid kann bei was helfen.

Die Formen: Extrakt, Kapsel, Stick, Tee

Koreanischer Ginseng ist in mehreren Darreichungsformen erhältlich – jede hat ihre Stärken:

  • Extrakt (Konzentrat): die konzentrierteste Form, ideal für eine gezielte Kur; pur oder in Wasser/Tee.
  • Kapseln: exakt dosiert, geschmacksneutral, praktisch für unterwegs.
  • Sticks (Einzelportionen): fertig portioniert, perfekt für Reise und Büro.
  • Tee und Kaffee: die genussvolle, alltagstaugliche Variante.

Von Ampullen mit sehr geringem Wirkstoffgehalt raten wir eher ab – entscheidend ist nicht die Form, sondern der tatsächliche Ginsenosid-Gehalt (dazu mehr unter Qualität).

Wirkung: Was sagt die Forschung?

Panax Ginseng zählt zu den am besten untersuchten Heilpflanzen. Trotzdem ist die Beweislage je nach Anwendung unterschiedlich stark. Wir kennzeichnen sie ehrlich: [STARK] = belastbare Humandaten oder Konsens, [VORLÄUFIG] = begrenzte oder gemischte Evidenz.

Energie & Müdigkeit [STARK]

Die traditionelle Anwendung bei Schwäche und Erschöpfung ist am besten belegt. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an Personen mittleren Alters mit moderater chronischer Erschöpfung verbesserte koreanischer roter Ginseng die Müdigkeitswerte gegenüber Placebo [4]. Auch das europäische HMPC ordnet Ginseng traditionell zur Stärkung bei Müdigkeit und nachlassender Konzentration ein. Als mögliche Mechanismen werden eine bessere Energieverwertung in den Zellen sowie antioxidative Effekte diskutiert – ein „Allheilmittel" ist Ginseng damit aber ausdrücklich nicht.

Geistige Leistung & Konzentration [VORLÄUFIG]

Einzelne Studien beobachteten nach Panax Ginseng (Extrakt G115) Verbesserungen bei Aspekten des Arbeitsgedächtnisses und ein ruhigeres subjektives Befinden bei gesunden Erwachsenen [5]. Ein systematischer Cochrane-Review betont jedoch, dass die Gesamtevidenz für kognitive Effekte begrenzt ist und größere Studien fehlen [6] – wir bleiben hier bewusst sachlich. Interessant ist ein wiederkehrendes Muster: In einigen Versuchen zeigte sich der Nutzen vor allem dann, wenn die Teilnehmer über längere Zeit anspruchsvolle geistige Aufgaben lösen mussten – also bei mentaler Ermüdung, nicht bei einmaligen Tests [5].

Immunsystem [STARK]

In einer klassischen randomisierten Studie mit dem standardisierten Extrakt G115 (227 Teilnehmer, 100 mg täglich) traten zwischen Woche 4 und 12 deutlich seltener Erkältungen oder grippale Infekte auf (15 Fälle unter Ginseng gegenüber 42 unter Placebo); zugleich war die Aktivität natürlicher Killerzellen rund doppelt so hoch [7].

Antioxidative Wirkung [VORLÄUFIG]

In einer randomisierten, placebokontrollierten Untersuchung an gesunden Erwachsenen verbesserte die Einnahme von rotem Ginseng über acht Wochen das körpereigene antioxidative Schutzsystem und senkte Marker für oxidativen Stress messbar. Solche Effekte passen zu den entzündungsmodulierenden und antioxidativen Signalwegen, die den Ginsenosiden zugeschrieben werden [3] – die einzelnen Studien sind allerdings klein.

Herz-Kreislauf & Durchblutung [VORLÄUFIG]

Dem Ginsenosid Rg3 wird eine Rolle bei der Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) zugeschrieben, das die Blutgefäße entspannt und so die Durchblutung fördern kann [10]. Daraus leiten sich Forschungsfragen rund um Kreislauf und Gefäßgesundheit ab – belastbare klinische Endpunkte sind hier aber noch offen.

Blutzucker & Kreislauf [VORLÄUFIG]

In einer placebokontrollierten Studie verbesserte koreanischer roter Ginseng bei gut eingestelltem Typ-2-Diabetes die Blutzucker- und Insulinregulation [11]. Übersichtsarbeiten deuten zudem auf eine moderate, günstige Wirkung auf den Blutdruck hin – die Datenlage ist allerdings heterogen [12]. Wer entsprechende Medikamente einnimmt, sollte die Anwendung ärztlich abklären (siehe Sicherheit).

Stressanpassung [VORLÄUFIG]

Als Adaptogen wird Ginseng mit einer besseren Anpassung an Belastungen in Verbindung gebracht. Das beschreibt vor allem die traditionelle Verwendung; belastbare klinische Endpunkte stehen noch aus [1][8].

Ginseng für Männer und Frauen

Eine häufige Frage: Wirkt Ginseng bei Männern und Frauen unterschiedlich? Beide profitieren grundsätzlich vom selben Wirkstoffspektrum; einige Anwendungen werden aber geschlechtsspezifisch diskutiert [VORLÄUFIG].

Bei Männern

Rund um Vitalität und Männergesundheit ist vor allem schwarzer Ginseng mit seinem höheren Rg3-Anteil gefragt. Rg3 wird mit der Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) und damit der Durchblutung in Verbindung gebracht [10]. Mehr dazu auf unserer Themenseite Ginseng und Männergesundheit.

Bei Frauen

Bei Frauen wird Ginseng häufig im Zusammenhang mit Energie, Stressbalance und dem allgemeinen Wohlbefinden – auch in den Wechseljahren – genannt. Die Studienlage ist hier begrenzt und gemischt; Ginseng ist kein Hormonpräparat, sondern wird als unterstützendes Tonikum verstanden.

Eine koreanische Legende

Um kaum eine Heilpflanze ranken sich so viele Geschichten wie um den Ginseng. Eine bekannte koreanische Legende erzählt von einem Sohn, der für seine kranke Mutter tief in die Berge zog und dort eine Wurzel in Form eines kleinen Menschen fand – die der Mutter neue Kraft schenkte. Solche Erzählungen erklären, warum die Wurzel im Koreanischen insam („Menschenwurzel") heißt und seit Jahrhunderten als Symbol für Vitalität gilt. Für uns ist das mehr als Folklore: Es zeigt, wie tief Ginseng in der koreanischen Kultur verwurzelt ist – eine Tradition, die wir mit echten 6-jährigen Wurzeln fortführen.

Wofür Menschen koreanischen Ginseng nutzen

In der Praxis greifen Menschen vor allem aus diesen Gründen zu Ginseng – die Einordnung der Beweislage finden Sie oben:

  • bei Müdigkeit und in Phasen geringer Energie,
  • zur Unterstützung von Konzentration und geistiger Frische,
  • in der kalten Jahreszeit für das Immunsystem,
  • in stressreichen Lebensphasen (adaptogene Idee),
  • begleitend zu einem aktiven, gesundheitsbewussten Lebensstil.

Wie schnell wirkt Ginseng? Einnahme & Dosierung

Wie schnell? Manche Menschen bemerken schon nach wenigen Tagen einen Unterschied, bei anderen zeigt sich die Wirkung erst nach einigen Wochen. Ginseng ist kein „Sofort-Booster", sondern entfaltet sich über eine Kur. Für ein spürbares Ergebnis wird eine Anwendung über mindestens vier bis sechs Wochen empfohlen.

Wann am Tag? Am besten morgens oder mittags. Wegen der anregenden Wirkung sollte Ginseng möglichst nicht am Abend eingenommen werden, um den Schlaf nicht zu stören.

Wie viel? Die passende Menge hängt von Form und Konzentration ab. Faustregel: mit einer kleinen Dosis beginnen, die Verträglichkeit beobachten und bei Bedarf steigern. Die Angabe auf der Verpackung nicht überschreiten. Wer möchte, legt alle 1 bis 2 Monate eine kurze Pause ein.

Ein Hinweis zur Wertigkeit: Für ein hochwertiges Konzentrat werden grob rund 7 kg frische Wurzel zu etwa 1 kg Extrakt eingedampft – das erklärt, warum ein guter Extrakt ergiebig und konzentriert ist. Praktische Tipps finden Sie im Beitrag Ginseng Einnahme & Dosierung.

So lässt sich Ginseng genießen:

  • Extrakt pur einnehmen oder in lauwarmem Wasser auflösen,
  • einen Löffel Extrakt in Tee oder Saft einrühren,
  • mit etwas Honig – mildert den herben Eigengeschmack,
  • als fertiger Ginseng-Tee für den Alltag,
  • als Kapsel oder Stick, wenn es schnell und geschmacksneutral sein soll.

Tipp: Lauwarm statt kochend heiß zubereiten – sehr hohe Hitze kann empfindliche Inhaltsstoffe belasten.

Nebenwirkungen – Fakten & Mythen

Bei sachgemäßer Dosierung gilt Ginseng in Studien als gut verträglich [8]. Dennoch halten sich einige Mythen – hier die Einordnung:

  • „Ginseng macht abhängig." Nein. Eine Abhängigkeit ist nicht beschrieben.
  • „Mehr hilft mehr." Nein. In hohen Dosen oder bei sehr langer, ununterbrochener Einnahme werden gelegentlich Schlaflosigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden berichtet.
  • „Ginseng ist für jeden geeignet." Nicht ganz: Schwangere, Stillende und Kinder sollten verzichten.
  • „Pflanzlich = keine Wechselwirkungen." Falsch. Wer blutverdünnende Mittel (z. B. Warfarin), Blutzucker- oder Blutdruckmedikamente einnimmt, sollte die Anwendung vorab ärztlich abklären [13].
  • „Ginseng wirkt sofort." Nein – er wirkt über eine Kur (siehe oben).

Mehr Details im Beitrag Ginseng Nebenwirkungen.

Warum 6 Jahre? Herkunft, Qualität & Fälschungsschutz

Ginsengwurzeln werden meist nach 4 bis 6 Jahren geerntet. Erst nach sechs Jahren erreicht die Wurzel ihr volles Spektrum an Wirkstoffen; danach steigt der Gehalt nicht weiter [9]. Genau deshalb verarbeiten wir ausschließlich 6 Jahre gereiften Ginseng aus Südkorea.

Auch der Anbauort zählt: Regionen wie Geumsan sind für besonders saponinreiche Wurzeln bekannt – dank Klima und Boden. Seriöse Qualität erkennen Sie an drei Dingen:

  • Herkunft: echter südkoreanischer Panax Ginseng, kontrolliert nach koreanischen GMP-/GAP-Normen.
  • Reifezeit: 6 Jahre.
  • Transparenz: ein klar deklarierter Ginsenosid-Gehalt (mg pro Portion) statt vager Versprechen.

Vorsicht vor billigen Angeboten mit unklarer Herkunft: In Europa kursiert viel Ware mit sehr geringem Wirkstoffgehalt oder falscher Deklaration. Wer auf 6-jährige koreanische Wurzeln, GMP und einen ausgewiesenen Ginsenosid-Gehalt achtet, ist auf der sicheren Seite.

In Korea wird Qualität ernst genommen: Anbau nach GAP (Good Agricultural Practice), lückenlose Rückverfolgbarkeit der Wurzeln und eine Verarbeitung unter kontrollierten Bedingungen sind dort Standard. Achten Sie deshalb weniger auf vollmundige Werbeworte als auf nachprüfbare Angaben – Herkunftsland, Erntealter und Ginsenosid-Gehalt in Milligramm. Genau diese Transparenz ist der Kern unserer Auswahl: Wir importieren ausschließlich Ware, hinter deren Wirkstoffgehalt wir persönlich stehen.

Koreanischen Ginseng kaufen – das ganze Sortiment

Als Familienunternehmen importieren wir koreanischen Ginseng direkt aus Südkorea – in seiner ganzen Bandbreite. Hier finden Sie den passenden Einstieg, ganz gleich, ob Sie eine bestimmte Art oder eine bestimmte Form suchen:

Sie sind unsicher, womit Sie starten sollen? Roter Ginseng als Extrakt ist der klassische Einstieg; wer ein intensiveres Profil sucht, greift zu schwarzem oder fermentiertem Ginseng. Unser Vergleich rot, schwarz oder gold hilft bei der Wahl.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis Ginseng wirkt?

Manche bemerken nach wenigen Tagen einen Unterschied, bei anderen zeigt sich die Wirkung erst nach einigen Wochen. Empfohlen wird eine Kur über mindestens vier bis sechs Wochen.

Wann sollte man Ginseng am besten einnehmen?

Am besten morgens oder mittags. Wegen der anregenden Wirkung sollte Ginseng nicht am Abend eingenommen werden.

Kann man Ginseng überdosieren?

Die empfohlene Menge sollte nicht überschritten werden. In sehr hohen Dosen können Unruhe, Schlaflosigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Was ist der Unterschied zwischen rotem, schwarzem und fermentiertem Ginseng?

Alle stammen von derselben Pflanze. Roter Ginseng wird einmal gedämpft, schwarzer mehrfach (mehr Rg3), fermentierter zusätzlich mikrobiell veredelt für eine bessere Aufnahme.

Welches Produkt sollte ich als Einsteiger zuerst probieren?

Ein roter Ginseng-Extrakt aus 6-jährigen Wurzeln ist der bewährte Einstieg. Bei Fragen beraten wir Sie gern persönlich.

Dürfen Kinder Ginseng einnehmen?

Für Kinder ist Ginseng nicht empfohlen. Im Zweifel halten Sie bitte Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Warum ist 6-jähriger Ginseng besser?

Erst nach sechs Jahren Reifezeit erreicht die Wurzel ihr volles Wirkstoffspektrum. Jüngere Wurzeln enthalten in der Regel weniger Ginsenoside.

RB
Über den Autor – Rónai Balázs

Rónai Balázs ist Gründer der Koreai Ginseng Kft. (Marke K-HERB) und seit fast einem Jahrzehnt auf koreanischen Ginseng spezialisiert. Mit seinem Familienunternehmen importiert er sorgfältig ausgewählte Produkte direkt aus Südkorea – ausschließlich aus 6 Jahre gereiften Wurzeln. Er besucht regelmäßig Erzeuger in Korea und internationale Fachmessen wie die Vitafoods, konsumiert die angebotenen Produkte selbst täglich und steht persönlich für ihre Qualität ein. Dieser Artikel dient der Information und ist mit Quellen belegt.

  1. [1] Botanical characteristics, pharmacological effects and medicinal components of Korean Panax ginseng C. A. Meyer. Acta Pharmacol Sin, 2008. PMID 18718180
  2. [2] Chemical diversity of ginseng saponins from Panax ginseng. J Ginseng Res, 2015. PMID 26869820
  3. [3] Role of ginsenosides, the main active components of Panax ginseng, in inflammatory responses and diseases. J Ginseng Res, 2017. PMID 29021688
  4. [4] Efficacy of Korean red ginseng for middle-aged, moderate chronic fatigue: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Complement Ther Med, 2020. PMID 31987248
  5. [5] Panax ginseng (G115) improves aspects of working memory performance and subjective ratings of calmness in healthy young adults. Hum Psychopharmacol, 2010. PMID 20737519
  6. [6] Ginseng for cognition. Cochrane Database Syst Rev, 2010. PMID 21154383
  7. [7] Efficacy and safety of the standardised ginseng extract G115 for potentiating vaccination against the influenza syndrome and protection against the common cold. Drugs Exp Clin Res, 1996. PMID 8879982
  8. [8] Systematic review of randomized controlled trials evaluating the efficacy and safety of ginseng. J Acupunct Meridian Stud, 2011. PMID 21704950
  9. [9] Characterization of Korean Red Ginseng (Panax ginseng Meyer): history, preparation method, and chemical composition. J Ginseng Res, 2015. PMID 26869832
  10. [10] Panax ginseng pharmacology: a nitric oxide link? Biochem Pharmacol, 1997. PMID 9296344
  11. [11] Korean red ginseng improves glucose and insulin regulation in well-controlled type 2 diabetes: a randomized, double-blind, placebo-controlled study. Nutr Metab Cardiovasc Dis, 2008. PMID 16860976
  12. [12] The effect of ginseng (genus Panax) on blood pressure: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled clinical trials. J Hum Hypertens, 2016. PMID 27074879
  13. [13] Panax ginseng (Überblick zu Anwendung, Sicherheit und Wechselwirkungen). Am Fam Physician, 2003. PMID 14596440

Dieser Artikel dient der Information und Wissensvermittlung und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsbezogene Beratung. Die genannten Forschungsergebnisse beschreiben den wissenschaftlichen Stand; individuelle Ergebnisse können abweichen.