Hitzewallungen, unruhige Nächte, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen – die Wechseljahre verändern viel, und jede Frau erlebt sie anders. Wann beginnen sie, wie lange dauern sie, welche Symptome der Wechseljahre sind typisch – und was hilft natürlich, ohne gleich zu Hormonen zu greifen? Dieser Ratgeber erklärt die Phasen von der Prämenopause bis zur Postmenopause, ordnet die häufigsten Beschwerden ein und zeigt ehrlich und mit Quellen, welche pflanzlichen Mittel belegt sind und welche nicht. Zu den einzelnen Beschwerden führen Sie unsere ausführlichen Spezialratgeber.

Das Wichtigste in Kürze: Die Wechseljahre sind der Übergang von der fruchtbaren Lebensphase zur Postmenopause; die letzte Regelblutung (Menopause) liegt weltweit im Durchschnitt bei 48,8 Jahren, in Europa etwas später. Typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen halten in einer großen US-Studie im Median 7,4 Jahre an. Fast 6 von 10 Frauen in der Perimenopause berichten über Gelenk- oder Muskelschmerzen. Bei pflanzlichen Mitteln ist die Studienlage gemischt: Für Soja- und Rotklee-Isoflavone sowie Traubensilberkerze fanden Cochrane-Reviews keine überzeugenden Belege – für koreanischen Ginseng zeigte eine koreanische Meta-Analyse weniger Hitzewallungen und eine bessere Lebensqualität.

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Was passiert in den Wechseljahren?

Die Wechseljahre (medizinisch Klimakterium) sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Umstellung: Die Eierstöcke stellen ihre Tätigkeit nach und nach ein, die Bildung der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron nimmt ab und schwankt anfangs stark. Genau diese Schwankungen – nicht nur der niedrige Hormonspiegel – lösen viele der typischen Beschwerden aus. Die Menopause ist dabei streng genommen nur ein Zeitpunkt: die letzte Regelblutung, die man erst rückblickend nach zwölf blutungsfreien Monaten sicher erkennt.

Wie stark die Umstellung spürbar ist, ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen merken kaum etwas, andere sind über Jahre deutlich eingeschränkt. Fachleute verwenden zur Einschätzung standardisierte Fragebögen wie die Menopause Rating Scale (MRS), die elf typische Beschwerden erfasst – von Hitzewallungen über Schlaf und Stimmung bis zu Gelenkbeschwerden und Trockenheit (Heinemann et al., 2004).

Die 4 Phasen der Wechseljahre

International werden die Phasen nach dem STRAW+10-System eingeteilt, das Forscherinnen und Forscher aus fünf Ländern anhand großer Kohortenstudien entwickelt haben (Harlow et al., 2012). Im Alltag spricht man meist von vier Phasen der Wechseljahre:

Phase Was passiert Typisch
1. Prämenopause Die Progesteronbildung lässt nach, der Zyklus ist noch weitgehend regelmäßig kürzere oder unregelmäßigere Zyklen, erste Schlaf- oder Stimmungsveränderungen
2. Perimenopause Östrogen schwankt stark, Zyklen werden deutlich unregelmäßig Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen
3. Menopause Die letzte Regelblutung – rückblickend nach 12 Monaten ohne Blutung ein Zeitpunkt, keine eigene Phase
4. Postmenopause Der Körper stellt sich auf das niedrige Hormonniveau ein Beschwerden klingen meist ab; Trockenheit von Haut und Schleimhäuten kann bleiben

Wechseljahre ab wann? Wann beginnen die Wechseljahre bei der Frau?

Wann kommt man in die Wechseljahre, wann ist der Beginn? Die ersten Veränderungen beginnen bei vielen Frauen Mitte bis Ende 40, manchmal schon früher. Für den Zeitpunkt der Menopause gibt es gute Daten: Eine Meta-Analyse von 46 Studien aus 24 Ländern ergab ein durchschnittliches Menopausenalter von 48,8 Jahren – mit dem höchsten Alter in Europa und Australien (Schoenaker et al., 2014). Rauchen verschob die Menopause im Schnitt um rund ein Jahr nach vorn; ein höherer Bildungsstand war mit einer etwas späteren Menopause verbunden.

Menopause: Alter und Altersverteilung

Das Alter der Menopause streut breit: Die meisten Frauen erleben ihre letzte Regelblutung zwischen Mitte 40 und Mitte 50. Die Altersverteilung hängt von Region, Lebensstil und Genetik ab – das Menopausenalter der eigenen Mutter ist ein brauchbarer Anhaltspunkt. Rauchen gehört zu den wenigen beeinflussbaren Faktoren, die die Menopause messbar vorverlegen (Schoenaker et al., 2014).

Wechseljahre mit 40 oder 45?

Erste Anzeichen mit Anfang bis Mitte 40 sind nicht ungewöhnlich. Bleibt die Regel jedoch vor dem 40. Lebensjahr dauerhaft aus, sprechen Fachleute von vorzeitigen Wechseljahren – das sollte gynäkologisch abgeklärt werden, auch wegen der langfristigen Auswirkungen auf Knochen und Herz.

Wie lange dauern die Wechseljahre? Wie lange dauert die Menopause?

Die Wechseljahre insgesamt erstrecken sich über viele Jahre. Wie lange die Beschwerden anhalten, hat die große US-amerikanische SWAN-Studie mit über 1 400 Frauen untersucht: Hitzewallungen und Nachtschweiß dauerten im Median 7,4 Jahre – und hielten nach der letzten Regelblutung im Median noch 4,5 Jahre an. Frauen, bei denen die Beschwerden schon sehr früh begannen, hatten sie am längsten (Avis et al., 2015).

Wann sind die Wechseljahre vorbei, wann enden sie? Symptome am Ende der Wechseljahre

Gegen Ende der Wechseljahre, in der Postmenopause, werden die Hormonschwankungen geringer – viele Beschwerden wie Hitzewallungen klingen dann allmählich ab. Andere Veränderungen, etwa trockene Haut und Schleimhäute, können dagegen bleiben oder erst jetzt deutlicher werden. Auch Gelenkschmerzen treten in der Postmenopause häufig auf (siehe unten) – ob sie wieder verschwinden, ist individuell sehr unterschiedlich.

Wie merkt man, dass die Wechseljahre vorbei sind?

Wann sind die Wechseljahre abgeschlossen? Abgeschlossen ist die Umstellung, wenn seit mindestens zwölf Monaten keine Regelblutung mehr aufgetreten ist und die Beschwerden spürbar nachlassen: Hitzewallungen werden seltener und schwächer, der Schlaf wird ruhiger, die Stimmung stabiler. Einen festen Stichtag gibt es nicht – bei manchen Frauen sind die Wechseljahre mit Anfang 50 vorbei, bei anderen ziehen sich einzelne Beschwerden bis in die späten 50er.

Natürlich durch die Wechseljahre: Koreanischer roter Ginseng ist kein Hormon – in einer koreanischen Meta-Analyse verringerte Ginseng Hitzewallungen und verbesserte die Lebensqualität. Für trockene Haut und Schleimhäute gibt es Omega-7, für ruhigere Nächte Good-night.

Wechseljahre Symptome: die häufigsten Beschwerden der Frau – und wie man sie lindert

Im Internet kursieren Listen mit „34 Symptomen der Wechseljahre". Eine offizielle medizinische Einteilung ist das nicht – aber die Liste zeigt, wie vielfältig die Beschwerden sein können. Die wichtigsten Wechseljahresbeschwerden im Überblick – und wie Sie die Symptome lindern können –, mit Links zu unseren Spezialratgebern:

Hitzewallungen und Nachtschweiß

Das bekannteste Symptom: plötzliche Hitzewellen, oft mit Herzklopfen, Rötung und anschließendem Frösteln, nachts als Schweißausbrüche. Sie sind der Kern der sogenannten vasomotorischen Beschwerden und betreffen die Mehrheit der Frauen.

Schlafstörungen

Viele Frauen wachen nachts häufiger auf – durch Nachtschweiß, aber auch unabhängig davon. Zu wenig erholsamer Schlaf verstärkt wiederum Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme. Wer nachts für mehr Ruhe sorgen möchte, findet in Good-night eine Kombination aus L-Theanin, GABA, L-Tryptophan und Magnesium – Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei.

Müdigkeit und totale Erschöpfung

Ständige Müdigkeit, Erschöpfung oder sogar „müde und schwindelig" – das ist in den Wechseljahren häufig und hat meist mehrere Ursachen: schlechter Schlaf, Hormonumstellung, Stress, manchmal auch ein Eisen- oder Schilddrüsenthema. Fühlen Sie sich ständig müde und schwindelig, lohnt sich ein Blutbild beim Hausarzt. Ausführlich: Müdigkeit in den Wechseljahren.

Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und innere Unruhe

Gereiztheit, Weinerlichkeit, innere Unruhe oder Ängstlichkeit gehören für viele Frauen zu den belastendsten Wechseljahresbeschwerden. Hormonschwankungen, Schlafmangel und die oft ohnehin fordernde Lebensphase wirken hier zusammen. Halten gedrückte Stimmung oder Antriebslosigkeit über Wochen an, ist ärztliche Unterstützung wichtig.

Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme

„Brain Fog", Wortfindungsstörungen und Vergesslichkeit werden in den Wechseljahren häufig beschrieben. Sie hängen oft mit Schlafmangel zusammen und bessern sich bei vielen Frauen nach der Umstellungsphase wieder.

Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen in den Wechseljahren

Gelenkschmerzen in den Wechseljahren werden oft unterschätzt. Eine Meta-Analyse mit über 93 000 Frauen aus 22 Ländern zeigte: 57 % der Frauen in der Perimenopause und 59 % in der Postmenopause berichteten über Muskel- oder Gelenkschmerzen – deutlich mehr als vor den Wechseljahren (Kruse et al., 2026). Bewegung, ein gesundes Körpergewicht und eine entzündungsarme Ernährung sind die Basis. Interessant: In einer koreanischen Doppelblindstudie verbesserte koreanischer roter Ginseng bei Frauen nach der Menopause mit Arthrose der Hand die Schmerzen und die Handfunktion (Kim et al., 2021).

Schmerzen in den Fingergelenken, steife Gelenke und Schmerzen in allen Gelenken

Besonders häufig berichten Frauen über Schmerzen in den Fingergelenken, steife Gelenke am Morgen oder diffuse Schmerzen in allen Gelenken. Östrogen wirkt im Gewebe von Gelenken, Sehnen und Knorpel mit – sinkt der Spiegel, reagieren viele Gelenke empfindlicher. Geschwollene, gerötete oder überwärmte Gelenke sind dagegen kein typisches Wechseljahrszeichen und sollten rheumatologisch abgeklärt werden.

Gelenkschmerzen in den Wechseljahren natürlich behandeln

  • Regelmäßige Bewegung, die die Gelenke schont: Radfahren, Schwimmen, Walking, Krafttraining mit moderatem Gewicht.
  • Gewicht halten – jedes Kilo weniger entlastet Knie und Hüften.
  • Entzündungsarm essen: viel Gemüse, Fisch, Nüsse, Olivenöl, wenig Zucker und Fertigprodukte.
  • Wärme bei steifen Händen am Morgen.
  • Pflanzliche Unterstützung: Koreanischer roter Ginseng zeigte in einer Studie bei Frauen nach der Menopause positive Effekte auf Handschmerzen; auch Curcumin wird bei Gelenkbeschwerden untersucht – mehr dazu in Kurkuma richtig einnehmen.

Trockene Haut, Hautprobleme und trockene Schleimhäute

Mit sinkendem Östrogen werden Haut, Augen und Schleimhäute oft trockener. Auch eine trockene Nasenschleimhaut oder trockene Augen sind häufig. Hier setzt Omega-7 (Palmitoleinsäure) an, ein natürlicher Baustein von Haut und Schleimhäuten. Mehr dazu: Omega-7 in den Wechseljahren.

Hautprobleme in den Wechseljahren: rote Flecken, juckende Haut, unreine Haut

Neben Trockenheit berichten viele Frauen über neue Hautprobleme im Gesicht und am Körper: rote Flecken und Rötungen (oft im Zusammenhang mit Hitzewallungen), juckende Haut, unreine Haut oder größere Poren durch das veränderte Hormonverhältnis, und eine dünnere, empfindlichere Haut. Milde, rückfettende Hautpflege, Sonnenschutz, ausreichend Flüssigkeit und der Verzicht auf heiße, lange Duschen sind die Basis. Ein anhaltender Hautausschlag oder starker Juckreiz sollte dermatologisch abgeklärt werden.

Haarausfall

Dünner werdendes Haar oder vermehrter Haarausfall sind in den Wechseljahren häufig. Welche Rolle Hormone spielen und was helfen kann, lesen Sie in unserem Ratgeber Ginseng für Haut und Haare.

Gewichtszunahme, Bauchfett und Blähbauch

Viele Frauen nehmen in den Wechseljahren zu, vor allem am Bauch – auch bei unveränderter Ernährung. Auch ein Blähbauch in den Wechseljahren ist häufig – die Verdauung reagiert ebenfalls auf die Hormonumstellung; ballaststoffreiche Kost, ausreichend Trinken und Bewegung sind die ersten Hausmittel. Warum der Bauch wächst und was wirklich hilft: Bauchfett in den Wechseljahren.

Herzklopfen, Schwindel und grippeähnliche Symptome

Herzklopfen, Herzstolpern und Schwindel können Teil der Hitzewallungen sein. Manche Frauen beschreiben auch grippeähnliche Symptome – Frösteln, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit – ohne Infekt; das hängt oft mit den Temperaturschwankungen und Gelenkbeschwerden zusammen. Weil sie aber auch andere Ursachen haben können, sollten sie bei häufigem Auftreten immer ärztlich abgeklärt werden.

Erste Anzeichen: wie merkt man, dass man in den Wechseljahren ist?

Die ersten Anzeichen der Wechseljahre sind oft unspezifisch. Typisch sind:

  • Veränderter Zyklus: kürzere, längere oder unregelmäßige Abstände, stärkere oder schwächere Blutungen.
  • Schlechterer Schlaf, häufigeres nächtliches Aufwachen.
  • Erste Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen.
  • Stimmungsschwankungen, stärkere Reizbarkeit, ausgeprägteres prämenstruelles Syndrom.
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen ohne erkennbaren Grund.

Einen einzelnen Bluttest, der die Wechseljahre sicher „beweist", gibt es nicht – die Hormonwerte schwanken in dieser Phase stark. Die Einschätzung erfolgt vor allem anhand von Alter, Zyklus und Beschwerden.

Was hilft natürlich in den Wechseljahren?

Bevor es um Präparate geht: Die Basis legen Sie im Alltag. Diese Maßnahmen schaden nie und wirken auf mehrere Beschwerden zugleich.

Ernährung in den Wechseljahren

Eine Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen und Fisch, ausreichend Eiweiß und wenig Zucker und Alkohol hilft, das Gewicht zu halten, und versorgt Knochen und Muskeln. Scharfe Speisen, Kaffee und Alkohol können bei manchen Frauen Hitzewallungen auslösen – beobachten Sie Ihre persönlichen Auslöser.

Bewegung und Sport

Regelmäßige Bewegung ist für Gewicht, Gelenke, Knochen und Schlaf wertvoll. Ehrlich gesagt: Dass Sport speziell Hitzewallungen verringert, konnte ein Cochrane-Review nicht eindeutig zeigen (Daley et al., 2014). Für das allgemeine Wohlbefinden in dieser Lebensphase bleibt Bewegung trotzdem eine der wichtigsten Maßnahmen.

Schlaf, Stress und Omas Hausmittel

Ein kühles Schlafzimmer, Kleidung im Zwiebellook, feste Schlafenszeiten und Entspannungsmethoden helfen bei Hitzewallungen und unruhigen Nächten. Zu den bekanntesten Omas Hausmitteln in den Wechseljahren gehört Salbeitee: In einer offenen Studie mit Frauen in den Wechseljahren gingen die Hitzewallungen unter einer frischen Salbeizubereitung innerhalb von acht Wochen deutlich zurück (Bommer et al., 2011) – eine Placebogruppe gab es allerdings nicht.

Pflanzliche Mittel und Medikamente in den Wechseljahren: was die Studien sagen

Viele Frauen suchen nach pflanzlichen Mitteln gegen Wechseljahresbeschwerden – als Alternative zu Hormonen, als pflanzliche Tabletten oder als pflanzliche Medikamente aus der Apotheke. Die ehrliche Übersicht, gekennzeichnet nach Studienlage: [STARK] = Meta-Analysen oder mehrere randomisierte Studien, [GEMISCHT] = widersprüchliche Daten, [SCHWACH] = kaum oder keine Belege.

Koreanischer Ginseng [STARK – für Hitzewallungen und Lebensqualität]

Ginseng ist kein Hormonpräparat – und gerade deshalb für viele Frauen interessant. Eine koreanische Forschergruppe hat 2022 alle randomisierten, placebokontrollierten Studien ausgewertet: Ginseng verringerte Wechseljahresbeschwerden und Hitzewallungen signifikant und verbesserte die Lebensqualität (Lee et al., 2022). Gleichzeitig zeigten mehrere Studien, dass koreanischer roter Ginseng die Gebärmutterschleimhaut nicht verdickt – ein Hinweis darauf, dass er nicht wie ein Hormon wirkt.

Entscheidend ist die Qualität: Die wertvollen Ginsenoside reichern sich über die Jahre in der Wurzel an und erreichen ihr vollständigstes Profil erst im 5. bis 6. Jahr (Liu et al., 2017). Koreanischer Premium-Ginseng wird deshalb traditionell 6 Jahre lang kultiviert (Hwang et al., 2024) – ein Großteil des Ginsengs auf dem Markt ist jünger und enthält entsprechend weniger Wirkstoffe. Welcher Ginseng für Frauen passt, erklärt unser Ratgeber Ginseng Wirkung bei Frauen.

Soja und Rotklee (Phytoöstrogene) [GEMISCHT]

Isoflavone aus Soja und Rotklee wirken schwach östrogenähnlich. Der Cochrane-Review fand jedoch keine überzeugenden Belege, dass Phytoöstrogen-Präparate Hitzewallungen und Nachtschweiß verringern (Lethaby et al., 2013). Einzelne Studien mit Genistein deuteten auf einen Nutzen hin.

Traubensilberkerze [GEMISCHT]

Die Traubensilberkerze (Cimicifuga) ist eines der meistverwendeten Wechseljahresmittel in Deutschland. Der Cochrane-Review mit 16 Studien und über 2 000 Frauen kam zu dem Schluss, dass die Belege derzeit nicht ausreichen, um sie bei Wechseljahresbeschwerden zu empfehlen (Leach & Moore, 2012).

Mönchspfeffer: Wirkung in den Wechseljahren [GEMISCHT]

Mönchspfeffer ist vor allem bei prämenstruellen Beschwerden etabliert. Für die Wechseljahre gibt es weniger Daten; eine kleinere randomisierte Doppelblindstudie fand eine Verbesserung von Hitzewallungen und Unruhe gegenüber Placebo (Naseri et al., 2019). Am ehesten passt er in die frühe Phase, solange noch ein Zyklus besteht.

Yamswurzel [SCHWACH]

Yamswurzel wird oft als „natürliches Progesteron" beworben. Der Körper kann den Inhaltsstoff Diosgenin aber nicht in Progesteron umwandeln. In einer placebokontrollierten Studie hatte eine Yamswurzel-Creme keinen besseren Effekt als Placebo auf Wechseljahresbeschwerden und veränderte auch die Hormonwerte nicht (Komesaroff et al., 2001).

Omega-7 [für Haut und Schleimhäute]

Omega-7 zielt nicht auf Hitzewallungen, sondern auf die Trockenheit, die viele Frauen nach der Menopause betrifft. In einer Studie mit Frauen nach der Menopause verbesserte Sanddornöl, eine natürliche Omega-7-Quelle, die Elastizität und Feuchtigkeit der Vaginalschleimhaut (Larmo et al., 2014). Unsere Koreanischen Omega-7 Kapseln liefern 500 mg Palmitoleinsäure täglich aus dem klinisch untersuchten Rohstoff AlaskOmega® 7-Mega 500 – plus Vitamin E.

Mittel Wofür Studienlage
Koreanischer Ginseng Hitzewallungen, Beschwerden, Lebensqualität Meta-Analyse positiv
Salbei Hitzewallungen offene Studie positiv, kein Placebo
Soja / Rotklee Hitzewallungen Cochrane: nicht überzeugend
Traubensilberkerze Wechseljahresbeschwerden Cochrane: nicht ausreichend
Mönchspfeffer frühe Phase, Unruhe eine kleine RCT positiv
Yamswurzel „natürliches Progesteron" RCT: wie Placebo
Omega-7 Trockenheit von Haut und Schleimhäuten Studien zu Sanddornöl positiv

Hormontherapie oder pflanzlich?

Die Hormonersatztherapie ist das wirksamste Mittel gegen starke Hitzewallungen – sie ist aber eine ärztliche Behandlung mit eigenen Nutzen-Risiko-Abwägungen, die individuell besprochen werden müssen. Die deutschsprachige S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen" der Fachgesellschaften DGGG, SGGG und OEGGG fasst den aktuellen Stand zusammen. Pflanzliche Mittel und Lebensstil sind keine Konkurrenz dazu, sondern für viele Frauen mit leichten bis mittleren Beschwerden der erste Schritt – oder eine Ergänzung. Die Entscheidung gehört in ein Gespräch mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.

Wann zum Arzt?

  • bei Blutungen nach der Menopause (mehr als 12 Monate nach der letzten Regel) – immer abklären,
  • bei sehr starken oder sehr häufigen Blutungen in der Übergangszeit,
  • wenn die Regel vor dem 40. Lebensjahr dauerhaft ausbleibt,
  • bei häufigem Herzrasen, Schwindel oder Atemnot,
  • wenn gedrückte Stimmung, Ängste oder Antriebslosigkeit über Wochen anhalten,
  • wenn die Beschwerden Ihren Alltag, Ihren Schlaf oder Ihre Arbeit stark beeinträchtigen.

Häufige Fragen

Was sind die ersten Anzeichen der Wechseljahre?

Typisch sind ein veränderter, unregelmäßiger Zyklus, schlechterer Schlaf, erste Hitzewallungen oder nächtliches Schwitzen, Stimmungsschwankungen und Gelenkschmerzen ohne erkennbaren Grund.

Wann kommt man in die Wechseljahre?

Die meisten Frauen kommen Mitte bis Ende 40 in die Wechseljahre; sie fangen mit unregelmäßigeren Zyklen und ersten Beschwerden an. Die letzte Regelblutung liegt im weltweiten Durchschnitt bei 48,8 Jahren.

Wann beginnen die Wechseljahre bei Frauen?

Die ersten Veränderungen beginnen meist Mitte bis Ende 40. Die letzte Regelblutung liegt weltweit im Durchschnitt bei 48,8 Jahren, in Europa etwas später.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Insgesamt mehrere Jahre. In der SWAN-Studie hielten Hitzewallungen und Nachtschweiß im Median 7,4 Jahre an, nach der letzten Regelblutung noch etwa 4,5 Jahre.

Wann sind die Wechseljahre vorbei?

Wenn seit mindestens zwölf Monaten keine Regelblutung mehr aufgetreten ist und die Beschwerden nachlassen. Bei vielen Frauen ist das Anfang bis Mitte 50 der Fall, einzelne Beschwerden können länger anhalten.

Was sind die 4 Phasen der Wechseljahre?

Prämenopause, Perimenopause, Menopause (die letzte Regelblutung) und Postmenopause. Die Menopause selbst ist dabei ein Zeitpunkt, keine eigene Phase.

Welche Phase der Wechseljahre ist die schlimmste?

Viele Frauen erleben die Perimenopause rund um die letzte Regelblutung als anstrengendste Phase, weil die Hormone dann am stärksten schwanken und Hitzewallungen sowie Schlafstörungen am häufigsten sind. Das ist aber individuell sehr verschieden.

Welche Symptome haben Frauen in den Wechseljahren?

Am häufigsten Hitzewallungen und Nachtschweiß, Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, trockene Haut und Schleimhäute, Haarausfall und Gewichtszunahme am Bauch.

Gehen Gelenkschmerzen nach den Wechseljahren wieder weg?

Das ist individuell sehr verschieden. In einer Meta-Analyse berichteten auch in der Postmenopause 59 % der Frauen über Muskel- oder Gelenkschmerzen. Bewegung, ein gesundes Gewicht und eine entzündungsarme Ernährung helfen; anhaltende Schmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Welche pflanzlichen Mittel helfen in den Wechseljahren?

Am besten belegt ist koreanischer Ginseng: Eine Meta-Analyse zeigte weniger Hitzewallungen und eine bessere Lebensqualität. Für Soja- und Rotklee-Isoflavone sowie Traubensilberkerze fanden Cochrane-Reviews keine überzeugenden Belege.

Hilft Mönchspfeffer in den Wechseljahren?

Mönchspfeffer ist vor allem bei prämenstruellen Beschwerden etabliert. Für die Wechseljahre gibt es weniger Daten; eine kleine randomisierte Studie fand eine Verbesserung von Hitzewallungen und Unruhe.

Ist Ginseng in den Wechseljahren ein Hormon?

Nein. Ginseng ist kein Hormonpräparat; in mehreren Studien verdickte koreanischer roter Ginseng die Gebärmutterschleimhaut nicht. Er wird deshalb gern von Frauen gewählt, die keine Hormone nehmen möchten.

Was ist der Unterschied zwischen Menopause und Wechseljahren?

Die Wechseljahre (Klimakterium) bezeichnen die gesamte Übergangszeit über mehrere Jahre. Die Menopause ist nur der Zeitpunkt der letzten Regelblutung.

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starken Beschwerden, Blutungen nach der Menopause oder anhaltenden Stimmungstiefs wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise; die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.

Quellen

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  17. S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen (DGGG, SGGG, OEGGG; AWMF-Register 015-062). register.awmf.org.
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Geschrieben von Rónai Balázs

Gründer der Koreai Ginseng Kft. (K-HERB). Familienunternehmen für premium Nahrungsergänzung — ehrlich, mit Quellen belegt, ohne Überversprechen.